Müll im Meer

Müll vermeiden – Meere schützen

Eiderente tot im Netzrest © Mellumrat/LautenbachDer Mellumrat begann vor über 25 Jahren mit systematischen Untersuchungen zur Strandvermüllung auf den unbewohnten Inseln Mellum und Minsener Oog. Die systematischen Strandmüll-Kontrollen auf Mellum (seit 1991) und Minsener Oog (seit 1995) sind die längsten Zeitreihen ihrer Art im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Dabei wurden insgesamt rd. 80.000 Müllteile erfasst. Die Pionierarbeit des Löffler-Küken im Nest mit Plastikmüll © Mellumrat e.V./HorstkotteMellumrats hat dazu beigetragen, das Thema Plastikmüll auf die Agenda von Politik und Wirtschaft zu bringen.

Bis zu 75 Prozent des angespülten Mülls besteht aus Kunststoffen. Sie stellen eine Seehund in alter Fischkiste © Mellumrat e.V./Horstkottebesondere Gefahr für Natur und Umwelt dar. Viele Tiere verfangen sich in Netzen und Bändern, oder fressen Müll, der ihren Verdauungstrakt verstopft, und verenden qualvoll. Betroffen sind auch Küken, wenn die Vogeleltern Abfall zum Nestbau verwenden.

Eine weitere Gefahr geht vom Plastikmüll aus: Gerade im flachen Wasser und an den Stränden wird er durch mechanische Kräfte und UV-Strahlung immer weiter zerkleinert, bis er am Ende als sogenanntes Mikroplastik auf den ersten Blick unsichtbar, aber mit verheerenden Folgen im Wasser und im Sediment verbleibt.

Ausstellung Müll im Meer © Mellumrat/ClemensMit der Ausstellung „Müll vermeiden – Meere schützen“ will der Mellumrat auf ein drängendes Problem aufmerksam machen und den Druck auf alle Verantwortlichen erhöhen, die Vermüllung der Meere zu beenden.

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