Mellum - Paradies zwischen Jade und WeserMellum zählt zu den letzten Paradiesen in Deutschland. Es ist eine von drei unbewohnten Inseln im Nationalpark "Nieder-sächsisches Wattenmeer". Die Natur ist hier strengstens geschützt. Mellum darf nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Nationalparkverwaltung betreten werden. Nur außerhalb der Brutzeit der Vögel werden einige Exkursionen vom Mellumrat e. V. durchgeführt. Ständig ändert die Insel ihr Gesicht. Sandbänke entstehen und verschwinden. Dünen werden vom Wind aufgeweht, winterliche Sturmfluten nagen an ihnen und spülen sie davon. An anderer Stelle erhöht herangewehter Sand die Insel. Schlickfelder verlagern sich. Das Grünland mit der Salzwiese wächst und dehnt sich weiter aus. Tiefe Priele durchschneiden diesen Inselbereich. Vom Menschen unbeeinflußt gestalten vor allem die Naturkräfte - Wind und Wasser -, aber gleichfalls Vögel und Pflanzen die Insel. Deshalb hat Mellum für den Nationalpark eine ganz besondere Bedeutung und zählt zur Ruhezone, die streng geschützt ist. Bereits im Jahr 1921 wurde Mellum unter Schutz gestellt und seit 1925 durch den Mellumrat betreut. Heute ist sie zusammen mit dem Hohe-Weg-Watt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer als Ruhezone ausgewiesen. Der Verein unterhält auf der Insel ein Stationshaus. Die Insel ist traditionell eines der Hauptforschungsgebiete des Institutes für Vogelforschung Vogelwarte Helgoland. Im Juni 2009 brach aus ungeklärter Ursache auf der Insel Mellum ein Flächenbrand aus, der ökologisch wertvolle Bereiche zerstörte sowie die Station des Mellumrates bedrohte. Mellum verfügt weder über eine Anlegestelle noch eine Löschwasserversorgung. Den Flammen zum Opfer fielen rd. 1.000 Nester mit Eiern und Jungvögel .. mehr.. Bilder vom Mellumbrand weiter |
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