Minsener Oog


Wo heute bis zu 12 Meter hohe Dünen liegen, gab es noch vor hundert Jahren nur Sandbänke. Diese wurden durch Wind und Wasserströmungen immer wieder nach Osten ins Jade-Fahrwasser verlagert. Damit die Fahrrinne nach Wilhelmshaven nicht ständig versandete, begann man im Jahre 1909 mit dem Bau eines Buhnensystems in Form einer Korrektionsspinne. Zwischen zwei Buhnen entwickelte sich eine winzige Insel von 0,7 Hektar: Minsener Oldeoog.

In den siebziger Jahren vergrößerte sich die Insel durch Sandaufspülungen aus der Jadevertiefung auf ca. 210 Hektar. Es entwickelte sich ein Dünengebiet, dessen hochgelegene Bereiche selbst bei Sturmfluten nicht überspült werden, mit einigen Tälchen und einem Süßwasserteich.

Diese vom Menschen geschaffene Insel diente von Anfang an ausschließlich dem Naturschutz. Minsener Oog ist einer der wichtigsten Seevogelbrutplätze an der Nordseeküste. Seit 1949 wird die Insel vom Mellumrat e. V. betreut.

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Minsener Oog vor der Sandaufspülung (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)
 
Minsener Oog 1980 (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)

Minsener Oog 2005 (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)