Strohauser Plate


Die Insel entstand im 16. und 17. Jahrhundert. Die erste Besiedlung erfolgte im Jahr 1836. Von den ehemals sieben Höfen werden heute noch zwei landwirtschaftlich genutzt. Die Schilfröhrichte der Strohauser Plate wurden bereits seit dem 18. Jahrhundert für die Reitgewinnung genutzt. Die traditionelle Reitnutzung wurde 1993 auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes stark eingeschränkt und entfällt heutzutage vollständig.

Seit 1984 ist die Insel Landschaftsschutzgebiet und gleichzeitig als Europäisches Vogelschutzgebiet geschützt.  Sie ist FFH-Gebiet und Teil des Natura-2000 Netzwerkes.
Im Jahr 1990 übernahm der Mellumrat die Betreuung des Gebietes und nutzt ein ehemaliges Hofgebäude als Station.

Die Vorländer und Aussengroden der Plate werden jährlich ca. 30 mal, die sommerbedeichten Innengroden ein bis zwei mal pro Jahr überflutet. Je nach Menge des eingedrungenen Wassers kann es bis zu zehn Tage dauern, bis die Wassermassen über die fünf Entwässerungssiele abgeflossen sind. Ohne Bewirtschaftung würden die Innengroden in kurzer Zeit verschilfen und wären für den Wiesenvogelschutz verloren. Das Land Niedersachsen wendet deshalb alljährlich erhebliche Beträge für den Erhalt der Siele und Sommerdeiche auf.

Seit Dezember 2007 ist die Strohauser Plate zusammen mit den Vorländern als Naturschutzgebiet ausgewiesen

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Die Strohauser Plate um 1805 (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)

Hofgebäude als Station des Mellumrates (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)
 
Sieltor auf der Plate zum Regeln des Wasserstandes (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)
 
Transport von Lebensmittel durch die Schweiburg (Foto: Archiv Mellumrat e.V.)