Bei klarer Sicht können so manche Lichter am nächtlichen Himmel bewundert werden. Markante Sternenkonstellationen wie das Sommerdreieck oder auch unsere Galaxie, die Milchstraße, werden bei ausreichender Dunkelheit sichtbar. Auch Polarlichter wie Anfang des Jahres können mit etwas Glück auf Wangerooge beobachtet werden. Mit bloßem Auge könnten wir so etwa 3.000 – 4.000 Sterne am Himmel zählen, in unseren Dörfern und Städten sind es jedoch meist nur um die 200. Die Leuchtkraft der Sterne wird von Straßenbeleuchtung und Außenlichtern unserer Häuser und Gärten überstrahlt. Durch die zunehmende Beleuchtung unserer Umwelt wird der natürlich dunkle Nachthimmel künstlich immer heller. Die Faszination unseres Sternenhimmels und Universums als Bestandteil unserer natürlichen Umgebung kann immer seltener wahrgenommen und erlebt werden.
Aber nicht nur der Nachthimmel leidet, sondern auch unsere Gesundheit. Das Leben auf der Erde hat sich über Milliarden von Jahren auf einen natürlichen 24-Stunden-Rhythmus von Tag und Nacht eingestellt. Schlaf-Wach-Phasen orientieren sich an der wechselnden Helligkeit. Wenn jedoch die Nacht durch künstliche Lichtquellen zum Tag wird, wird dieser Ablauf, unser Schlaf und unsere Erholung gestört. Was für uns ein Problem darstellt, gilt für unsere Tier- und Pflanzenwelt umso mehr. Ein großer Teil unserer heimischen Tierwelt ist nachtaktiv, bei den Insekten sind es über die Hälfte der Arten. Ihre Sinnesorgane sind auf die zarten Lichter der Sterne und des Mondes eingestellt. Künstliche Lichtquellen blenden, leiten in die Irre und erschweren die Orientierung. Insekten sterben durch Erschöpfung oder Stress, können sich nicht fortpflanzen, keine Blüten bestäuben und nicht als Nahrungsquelle für andere Tiere dienen. Die Aktivität, Nahrungssuche und Zugverhalten von Vögeln und Fledermäusen sind beeinträchtigt.
Nicht nur die Lebewesen an Land, sondern auch im Meer werden von zunehmendem Licht in Küstennähe, durch Schifffahrt, Häfen und Promenaden beeinträchtigt. 
Wer auch bei der Earth Hour mitmachen will, findet Informationen auf der Website earthhour.org. Mehr zu Initiativen am Wattenmeer und in Friesland kann auf friesland.de/sternenfunkeln nachgelesen werden.















