Varel / Hooksiel. Leere Plastik- oder Glasfaschen, alte Fischfangnetze und sogar ein Lederfußball – das sind nur einige der Gegenstände, die bei einer Müllsammelaktion auf der unbewohnten Nordseeinsel Mellum (Landkreis Wesermarsch) gefunden wurden. Insgesamt 27 freiwillige Helferinnen und Helfer waren Mitte August einen Tag lang im Einsatz, um die Insel vom angespülten Unrat zu befreien. Mehrere große, prallgefüllte Säcke, insgesamt rund 15 Kubikmeter, kamen dabei zusammen. Anlässlich des weltweiten Aktionstags „World Cleanup Day“ am 20. September, der sich für eine saubere sowie plastikmüllfreie Zukunft einsetzt, zeigt dieses aktuelle Beispiel von der niedersächsischen Küste, wie wichtig gemeinsames Anpacken ist, um wertvolle Schutzgebiete wie die Insel Mellum vom Müll und sonstigem Unrat zu befreien.
Organisiert und geleitet wurde die Aktion vom der Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat e.V., ermöglicht wurde sie durch die finanzielle Unterstützung von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) schickte eines seiner Schiffe, um den Müll, den die Ehrenamtlichen per Hand in großen Säcken (sogenannten Big Bags) gesammelt hatten, abzuholen und zu entsorgen. „Mellum liegt inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer sowie vollständig in der Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und darf ganzjährig nicht betreten werden. Für diese Müllsammelaktion, die meist alle zwei Jahre stattfindet, haben wir eine Ausnahmegenehmigung von der Nationalparkverwaltung. Ein großer Dank gilt allen hochmotivierten Beteiligten, die hier angepackt oder anderweitig unterstützt haben. Mit diesem gemeinsamen Einsatz für die Natur und für den Umweltschutz wurde der Insel und seinen tierischen Bewohnern sehr geholfen“, so Mathias Heckroth, Geschäftsführer des Mellumrat e.V.
Für NLWKN-Mitarbeiter Hillerich Mühlena, der Kapitän auf dem NLWKN-Mehrzweckschiff Leysand, war es selbstverständlich, hier mitzuhelfen: „Es ist erstaunlich und gleichzeitig traurig, wie viel Müll an nur einem Tag bei so einer Sammelaktion wie dieser zusammenkommt. Meine Kollegen aus der Schiffsbesatzung und ich sind froh, dass wir mit unserem Schiff einen Beitrag dazu leisten konnten, den Müll von der Insel zu bekommen.“















