Geplante Verklappung vor Scharhörn vorerst gestoppt.

 Das gefährdete Gebiet - die beiden Vogelinseln Scharhörm und Nigehörn Foto: Ralf Roletschek CC BY-SA 3.0 de Hamburg –  Laut Aktionsbündnis „Lebendige Tideelbe“ hat die Hamburg Port Authority (HPA) entschieden, auf die Verklappung von belasteten Hafensedimenten bei der Vogelschutzinsel Scharhörn am Rande des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer zu verzichten. Die Warnungen der Umweltverbände, die öffentliche Kritik sowie der politische Druck von Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf den Senat waren offensichtlich so stark, dass die HPA die Kehrtwende einläuten muss. Die Umweltverbände hatten von Beginn der Planung an auf die negativen ökologischen Folgen der Verbringung auf Meeressäuger, Vögel sowie weitere Tiere und Pflanzen im Wattbereich hingewiesen. Insofern habe es sich gelohnt, hinsichtlich der Betroffenheit des UNESCO Weltnaturerbes Wattenmeer gegenüber der Hamburger Wirtschaftsbehörde und HPA eine dicke „rote Linie“ zu ziehen.

„Es ist jetzt endlich an der Zeit, dass die Bundesländer föderale Egoismen aufgeben, die auf Kosten von Natur und Umwelt und zu Lasten des Steuerzahlers gehen. Die Bundesländer müssen endlich ein gemeinsames und mit dem Bund abgestimmtes Sedimentmanagementkonzept auf den Weg bringen, das vor allem ein Ziel verfolgen muss: weniger Sedimente zu baggern und zu verklappen. Sollen die Sedimentmengen wirklich wirkungsvoll reduziert werden, müssen die drei Seehäfen von Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven ernsthaft kooperieren“, so die Umweltverbände BUND, NABU und WWF.